🌕 Freitag der 13. – was dieser Tag mit Ritualarbeit, weiblichen Zyklen und einer Ausbildung zur Ritualleiterin zu tun hat
- Andrea Scholaster
- 12. Feb.
- 3 Min. Lesezeit

Freitag der 13. – für viele ein Unglückstag. Für mich ist er einer der kraftvollsten Tage im Jahr.
Vielleicht beginnt es damit, dass mein Gefährte an einem Freitag, dem 13., geboren wurde – und heute wieder genau an diesem Datum seinen Geburtstag feiert. Diese seltsame, schöne Fügung hat mich schon früh gelehrt, genauer hinzuschauen. Nicht alles, wovor wir kollektiv Angst haben, ist tatsächlich bedrohlich. Manches ist einfach vergessenes Wissen.
Und je länger ich Frauen durch Übergänge begleite, je tiefer ich in Ritualarbeit eintauche und je mehr ich selbst zur Hüterin von Räumen geworden bin, desto klarer wird mir: Die 13 ist keine Zahl des Unglücks. Sie ist eine Zahl der Wandlung. Eine Zahl der Schwelle. Eine Zahl, die uns etwas über das Wesen von Ritualen lehren kann.

Die vergessene Bedeutung der 13
Historisch war die 13 eine zutiefst weibliche Zahl. Ein Mondjahr umfasst 13 Zyklen. Der weibliche Körper durchläuft durchschnittlich 13 Menstruationszyklen im Jahr. Zeit wurde einst nicht linear gedacht, sondern zyklisch – im Rhythmus von Blut, Mond und Natur.
Erst später setzte sich die 12 als „Ordnungssystem“ durch: 12 Monate, 12 Stunden, 12 Apostel, 12 Tierkreiszeichen. Die 12 steht für Struktur. Für Kontrolle. Für ein geschlossenes System.
Und dann kommt die 13.
Sie sprengt den Kreis.Sie passt nicht ins Raster.Sie bringt Bewegung.
Genau deshalb wurde sie zur „Unglückszahl“ erklärt.
Was nicht kontrollierbar ist, macht Angst.
Doch in der Ritualarbeit wissen wir: Genau dort, wo etwas bricht, beginnt Transformation.
Freitag – der Tag der Göttin
Auch der Freitag trägt eine vergessene Geschichte. Sein Name geht auf Freya zurück, die nordische Göttin der Liebe, Fruchtbarkeit und Magie. Freitag war einst ein Tag des Weiblichen, des Übergangs, der Verbindung.
Wenn Freitag und die 13 zusammentreffen, entsteht etwas Besonderes: ein symbolischer Schwellenmoment. Ein Tag zwischen den Welten.
Und Schwellenmomente sind genau die Zeiten, in denen Rituale seit jeher ihren Platz haben.
Nicht als Show.Nicht als Dekoration.Sondern als bewusste Begleitung von Wandel.

Was Rituale wirklich sind – und warum wir sie heute wieder brauchen
Viele Menschen denken bei Ritualen an etwas Exotisches oder Mystisches. Doch im Kern sind Rituale etwas zutiefst Menschliches.
Sie geben Halt, wenn Worte fehlen.Sie schaffen Struktur, wenn das Leben sich neu ordnet.Sie helfen dem Körper zu begreifen, was der Verstand noch nicht greifen kann.
Geburt.Abschied.Neubeginn.Wechseljahre.Verlust.Initiation.
All das sind Schwellen.
Und Schwellen brauchen Begleitung.
In meiner Arbeit – ob im Closing Ritual, in Frauenkreisen oder in Ausbildungen – erlebe ich immer wieder, wie kraftvoll es ist, wenn jemand diesen Raum bewusst hält. Wenn eine Frau lernt, Rituale anzuleiten, Übergänge zu begleiten und Sicherheit zu schaffen, statt nur zuzuschauen.
Ritualarbeit ist keine Technik.
Sie ist Haltung.
Präsenz.
Verkörpertes Wissen.
Warum ich Freitag den 13. als Ritualtag nutze
Für mich ist dieser Tag deshalb ein bewusster Innehaltepunkt geworden. Kein großer Aufwand. Keine Inszenierung. Sondern ein kleines persönliches Ritual. Eine Kerze. Schreiben. Lauschen. Spüren, was gehen darf und was neu entstehen will.
Ein Moment der Verbindung mit meinem eigenen Rhythmus.
Vielleicht ist genau das die Essenz: Rituale holen uns zurück in den Körper. In den Zyklus. In das Vertrauen, dass Wandel nichts Bedrohliches ist, sondern Leben selbst.

Ein tiefer Weg des Erinnernsalter Weisheit - Ritualleiterin Ausbildung
Vielleicht spürst du diesen Ruf auch und wünschst dir eine Ritualleiterin Ausbildung.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl, dass du Räume halten kannst. Dass Menschen sich dir anvertrauen. Dass Übergänge dich nicht schrecken, sondern berühren. Vielleicht ahnst du schon länger, dass du Menschen begleiten möchtest – achtsam, würdevoll, verkörpert.
Dann ist das kein Zufall.
Es ist eine Erinnerung.
So wie die 13 eine Erinnerung ist.
Ein leises Wissen darum, dass wir nicht nur funktionieren, sondern führen können. Dass wir nicht nur zuschauen, sondern Schwellen gestalten dürfen.
Und genau daraus entsteht echte Ritualleiter:innen-Arbeit.
Tief wirksam und verbunden mit der großen Kraft, die uns umgibt.
Verwoben mit dem Lief der Ewigkeit.
Vielleicht beginnt alles mit einem kleinen Moment. Vielleicht sogar mit einem Freitag dem 13.
Von Herz zu Herz,
Deine Andrea - Deine Gefährtin ✨
Expertin für Lebensübergänge
Ritualmeisterin
Schamanische Heilarbeit



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