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Die energetische Signatur von Imbolc

Imbolc als Jahreskreisfest zwischen Innenlicht und Erwachen


Imbolc ist kein Datum. Kein festgelegter Tag im Kalender. Als Jahreskreisfest beschreibt Imbolc eine Zeitqualität, einen inneren Zustand, der sich nicht planen lässt. Es ist ein Erinnern, das aus dem Körper kommt. Ein Spüren, das sich im Atem zeigt, im feinen Wahrnehmen des Lichts, in der Art, wie wir in diesen Tagen anwesend sind. Lange bevor Menschen Zeit in Wochen und Monate teilten, orientierten sie sich an der Erde, an den Tieren, an den inneren Rhythmen. Sie wussten: Das Leben spricht – nicht laut, aber unmissverständlich.


Das Licht von Imbolc

Das Licht, das Imbolc ankündigt, ist kein strahlendes Frühlingslicht. Es blendet nicht. Es fordert nichts. Es ist ein inneres Licht. Eines, das sich selbst mit geschlossenen Augen wahrnehmen lässt – wie ein warmer Schimmer hinter den Lidern. Dieses Licht sagt nicht: Handle. Es sagt: Richte dich neu aus. Leise. Von innen heraus. Ohne Eile. Ohne Ziel.

In der energetischen Signatur von Imbolc liegt kein Aufbruch, sondern ein Sammeln. Kein Tun, sondern ein inneres Ordnen. Etwas findet seine Richtung, noch bevor es Form annimmt.


„Mit dem Licht schwanger“ – eine verkörperte Bedeutung

Der Name Imbolc wird häufig mit „mit dem Licht schwanger“ übersetzt. Im Kontext des Jahreskreisfestes ist das eine zutiefst stimmige Beschreibung – wenn wir sie nicht missverstehen. Schwanger sein bedeutet nicht Aktivität. Es bedeutet nicht, etwas zu zeigen oder zu beweisen. Es bedeutet, Raum zu geben. Zu hüten. Zu schützen. Zu tragen, ohne zu drängen.

Das Licht von Imbolc will nicht genutzt werden. Es will gehalten werden. Es will den inneren Raum erwärmen, nicht beschleunigen. In dieser Zeit ist nichts falsch daran, langsam zu sein. Im Gegenteil: Langsamkeit ist Teil der Weisheit dieses Festes.


Imbolc Kerze

Noch kein Säen – die Weisheit der Erde

Imbolc gehört zu den stillen Jahreskreisfesten. Wir säen noch nicht. Auch die Erde tut es nicht. Der Bauer geht nicht aufs Feld, um Samen auszubringen. Er beobachtet. Er wartet. Er vertraut. Unter der Oberfläche geschieht bereits alles Wesentliche. Die Kräfte sammeln sich, richten sich aus, finden ihren Rhythmus.

Diese Phase ist keine Leere. Sie ist Vorbereitung. Und Vorbereitung ist kein Stillstand, sondern ein tiefes, unsichtbares Geschehen. Das Jahreskreisfest Imbolc erinnert uns daran, dass Wachstum immer im Verborgenen beginnt.


Zwischen Schlaf und Erwachen

Energetisch gleicht Imbolc dem Zustand zwischen Schlaf und Erwachen. Der Traum ist noch spürbar, der Tag noch nicht ganz da. Der Körper fühlt sich schwer an, und gleichzeitig zeigt sich ein feines Kribbeln von Lebendigkeit. Ein Dazwischen, das nichts fordert. Ein Raum, in dem nichts entschieden werden muss.

Diese Qualität lädt ein, nicht zu planen, nicht zu strukturieren, nicht zu beschleunigen. Sondern einfach anwesend zu sein. In der Schwere. In der Müdigkeit. Im sanften Erwachen.


Die leisen Zeichen des Jahreskreisfestes

Wer aufmerksam ist, bemerkt sie: Die Tage werden länger. Die blaue Stunde im Februar trägt eine besondere Tiefe – fast wie eine Botschaft. Das Licht bleibt einen Atemzug länger. Und dann zeigen sich die ersten Schneeglöckchen. Nicht laut. Nicht triumphierend. Sondern still, klar, aufrecht. Sie sind die Botinnen dieses Jahreskreisfestes: Übergang ohne Drama. Wandel ohne Druck.


Rückzug als natürliche Bewegung von Imbolc

Imbolc ruft nicht nach Sichtbarkeit. Es ruft nach Rückzug. Nach einem Bei-sich-Sein. Nach einem Lauschen nach innen. Viele Menschen spüren in dieser Zeit ein Bedürfnis nach Ruhe, nach weniger Austausch, nach weniger Entscheidungen. Das ist kein Zeichen von Stillstand – es ist ein Zeichen von Einklang mit der Zeitqualität dieses Jahreskreisfestes.

Imbolc erlaubt, weich zu werden. Empfangend. Offen. Ohne zu wissen, was daraus entstehen wird.


Die Essenz von Imbolc als Jahreskreisfest

Imbolc erinnert uns daran, dass das Leben sich nicht drängen lässt. Dass Licht nicht gemacht wird, sondern wächst. Dass Neubeginn nicht im Tun entsteht, sondern im inneren Bereitsein.

Die energetische Signatur von Imbolc ist leise, tragend, sammelnd.Ein inneres Licht.Ein stilles Wissen.Ein Dazwischen, das trägt.

Und vielleicht ist genau das die größte Gabe dieses Jahreskreisfestes: Nichts tun zu müssen – und dennoch tief verbunden zu sein.


Rituale feiern

Ein sanfter Licht-Impuls für Imbolc


Ein Ritual des inneren Sammelns und Erinnerns

Dieses Imbolc-Ritual ist bewusst still, einfach und nicht zielgerichtet. Es geht nicht darum, etwas zu manifestieren oder zu verändern. Sondern darum, dem inneren Licht Raum zu geben – so wie es jetzt da ist.


Vorbereitung

Wähle einen Moment, an dem du nicht gestört wirst. Es muss keine „besondere“ Zeit sein – eher eine leise.Du brauchst nur:

  • eine Kerze (weiß oder naturfarben, wenn du magst)

  • einen ruhigen Ort

  • ein paar Minuten ungeteilter Präsenz

Vielleicht setzt du dich. Vielleicht legst du dich hin. Folge dem Körper.


Das Ritual

Zünde die Kerze langsam an. Nicht feierlich, nicht inszeniert – einfach bewusst. Lass deinen Blick für einen Moment auf der Flamme ruhen. Nimm wahr, wie sie nicht drängt. Wie sie einfach da ist.

Dann schließe die Augen.

Spüre das Licht nicht vor dir, sondern in dir.Wie ein warmer Schimmer hinter den Lidern.Wie eine Erinnerung im Brustraum.Wie etwas, das nicht wachsen will – sondern gehalten werden möchte.

Lege eine Hand auf dein Herz oder auf deinen Bauch. Dorthin, wo sich dein inneres Zentrum gerade zeigt. Spüre die Schwere deines Körpers. Die Erdung. Den Kontakt mit dem Untergrund.

Sag innerlich – oder leise – einen dieser Sätze (oder einen eigenen):

  • Ich halte das Licht in mir.

  • Ich muss noch nichts tun.

  • Ich darf tragen, ohne zu wissen.

Lass die Worte nicht arbeiten. Lass sie sinken.


Verweilen

Bleibe für einige Atemzüge in diesem Zustand.Zwischen Schlaf und Wachsein.Zwischen Innen und Außen.Zwischen Dunkel und Licht.

Wenn Gedanken kommen, lass sie vorbeiziehen wie Wolken. Du musst ihnen nicht folgen. Imbolc ist kein Moment für Klarheit – sondern für Bereitsein.


Abschluss

Öffne langsam die Augen. Schau noch einmal zur Kerze. Vielleicht bemerkst du, dass ihr Licht nun anders wirkt als zu Beginn. Vielleicht auch nicht. Beides ist richtig.

Lösche die Kerze bewusst.Nicht als Ende – sondern als Zeichen von Vertrauen.Das Licht bleibt. Auch ohne Flamme.


Nachklang

In den Stunden oder Tagen nach diesem Ritual kannst du dich immer wieder an dieses innere Licht erinnern. Ohne es festzuhalten. Ohne etwas daraus machen zu wollen. Vielleicht spürst du mehr Ruhe. Vielleicht mehr Müdigkeit. Vielleicht gar nichts Konkretes.

Auch das gehört zur energetischen Signatur von Imbolc.

Denn Imbolc lehrt uns:Das Wesentliche geschieht im Stillen.Und Licht wächst, wenn es geschont wird.


Rituale feiern


Imbolc erinnert uns daran, dass nicht jeder Übergang sichtbar sein muss, um wirksam zu sein. Dass das Leben seine Richtung oft im Stillen findet. Dass Licht nicht gemacht, sondern gehalten wird. Als Jahreskreisfest lädt Imbolc uns ein, den Zwischenraum zu ehren – das Dazwischen von Winter und Frühling, von Schlaf und Erwachen, von Nicht-Wissen und innerer Ausrichtung.

Vielleicht nimmst du aus diesen Zeilen nichts Konkretes mit. Keine To-do-Liste, keinen Vorsatz, keine klare Antwort. Auch das ist Imbolc. Vielleicht bleibt nur ein Gefühl. Eine weichere Atmung. Ein feines inneres Leuchten. Dann hat diese Zeitqualität bereits gewirkt.

Erlaube dir, langsam zu sein.Erlaube dir, zu tragen, ohne zu handeln.Erlaube dir, dem Leben zuzusehen, wie es sich vorbereitet.

Imbolc ist kein Ziel.Es ist ein Raum.

Und manchmal ist genau das genug. ✨


Von Herz zu Herz,

Deine Andrea - Deine Gefährtin


Expertin für Lebensübergänge

Ritualmeisterin

Schamanische Heilarbeit





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